Das Christophorus-Hospiz sieht sich dabei
in der Tradition der mittelalterlichen Hospize, die den Pilgernden auf
ihren langen, beschwerlichen Reisen als Stützpunkte dienten. Hospize
galten als
Stätte der
Fürsorge und christlicher Nächstenliebe,
in denen der Gast Obdach fand und neue Kraft schöpfen konnte.
In diesem Sinne
möchte das Christophorus-Hospiz Menschen auf dem letzten Stück ihres
Lebensweges begleiten - auf ihrer schwierigsten und oft einsamsten
Reise. Im Mittelpunkt steht die vom christlichen Glauben geprägte Pflege
und Behandlung schwerstkranker und sterbender Menschen ohne Rücksicht
auf Glauben, Rasse und Nationalität. Aktive Sterbehilfe wird entschieden
ausgeschlossen, aber auch eine Lebensverlängerung um jeden Preis.
Lage und
Räumlichkeiten
Der kleine, dörflich geprägte Mainzer
Ortsteil Drais liegt auf einer Anhöhe zwischen den Stadtteilen
Lerchenberg und Finthen. Regelmäßige Busverbindungen und eine
ausreichende Anzahl von Parkplätzen gewährleisten, dass Angehörige und
Freunde die Gäste des Hospizes ohne großen Aufwand besuchen können.

Das Christophorus-Hospiz selbst befindet sich im ruhigen alten Ortskern
in einem eigenen Gebäude, in unmittelbarer Nähe des
Caritas-Altenzentrums Maria Königin. In dem neu gestalteten sogenannten
Barockbau, der aus dem Jahre 1750 stammt, stehen den Gästen im
Erdgeschoß acht helle Einzelzimmer zur Verfügung. Die alte Bausubstanz
des denkmalgeschützten Gebäudes ist weitgehend erhalten geblieben.
Das Hospiz ist über einen eigenen Eingang
zu erreichen, dem sich unmittelbar ein Empfangsbereich für Besucher
anschließt.

Zum großzügigen Garten hin, der gemeinsam mit dem benachbarten
Caritas-Altenzentrum genutzt wird, orientiert sich ein neu errichteter
lichtdurchfluteter, in Holz und Glas gestalteter, eingeschossiger Anbau
mit einer großen Terrasse. In diesem befindet sich der als Wohn- und
Esszimmer gestaltete Tagesbereich und eine Küche, die gemeinsam von
allen Gästen und deren Angehörigen und Freunden genutzt werden können.
Dazu kommt ein Konferenzraum (z.B. für Schulungen von Hospizhelfern).
Die Gästezimmer sind wohnlich eingerichtet und verfügen über ein eigenes
behindertengerechtes Bad. Die
Zimmerdecken sind nach einem modernen Farbkonzept gestaltet. Alle Zimmer
sind mit einer
Notrufanlage,
einem
Pflegebett und
Nachttisch,
einem
kleinen
Schreibtisch,
einem
Schlafsessel und
Schränken
für die eigene Wäsche ausgestattet. Sie verfügen über
Anschlüsse für die
modernen Kommunikationsmedien.
An weiteren Räumen gibt es im älteren Teil des Gebäudes den bewusst
einfach ausgestatteten und künstlerisch gestalteten Raum der Stille für
Andachten und Meditationen, ein Dienstzimmer für die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter, ein Pflegebad mit einer höhenverstellbaren Badewanne
sowie die erforderlichen Arbeits- und Lagerräume.
Im ersten Obergeschoß des Barockbaus befinden sich das Büro für die
Koordinatorin der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
den Sozialdienst, das Büro der leitenden Pflegefachkraft und
Umkleideräume für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter.
Selbstverständlich können die Angehörigen und Freunde auf Wunsch auch an
den Mahlzeiten teilnehmen, die täglich frisch in der benachbarten Küche
des Caritas-Altenzentrums zubereitet werden.
Alle Räume und die Außenanlagen sind barrierefrei gestaltet; d.h. auch
Rollstuhlfahrer haben einfache Zugangsmöglichkeiten.
Durch die unmittelbare Nähe des Caritas-Altenzentrums entfallen
verschiedene eigene Wirtschaftsdienste
(z.B. Küche, Wäscheversorgung).
Einige Angebote wie die Kapelle, in der regelmäßig katholische und
evangelische Gottesdienste stattfinden, sowie der von ehrenamtlichen
Mitarbeitern betriebene Kiosk können auch von Gästen, deren Angehörigen
und Freunden und den Mitarbeitern des Hospizes genutzt werden.
